Sonntag, 3. Januar 2016

Deweys „learning by doing"! - Was wurde daraus?


"Als kompliziert bezeichnen wir einen Sachverhalt, wenn er undurchschaubar oder verworren ist."

(Siehe: http://veraendern-verbessern-optimieren.blogspot.de/2015/12/5-projektmitarbeit-buch-als-grundlage.html Seite 14)







Deweys „learning by doing"! - Was wurde daraus?



1.



"Fast alles, was heute in der Schule passiert, ist im weitesten Sinne Simulation."

...

"Das gilt für den ausgestopften Buntspecht genauso wie für den virtuellen Louvre-Besuch. (Das Multimediapaket "Louvre" erhielt jüngst den Bildungssoftware-Preis) In vielen Fällen müssen wir auf Medien und simulative Verfahren zurückgreifen, leider tut es die Schule viel zu oft und ohne Not. Ein Blick in das Schulgebäude erklärt alles. Wo ist der Schulgarten, die Kleintierzucht, wo sind die Werkstätten, das kleine Windkraftwerk, die Druckerei der Getränkekiosk? In zu vielen Schulen - nicht in allen - außer Klassenzimmer: nichts!" *





2. 



"Die Bezeichnung Projekt geht auf das lateinische Wort proicere (vorwerfen, entwerfen, hinauswerfen) zurück und wird heute im Sinne von Plan, Planung, Entwurf und Vorhaben verwandt. Dabei ist die Realisierung des Planes fester Bestandteil des Planungskonzepts.
...
(1. Kurzbeschreibung)**

...

Projekte umschreiben demnach umfangreiche, zeitlich begrenzte Vorhaben zur Bewältigung neuartiger, komplexer Problemstellungen, die aufgrund ihrer Einmaligkeit nicht in der regulären Organisationsstruktur bearbeitet werden können.

Sie bedürfen des positiven Zusammenwirkens von Experten aus mehreren getrennten Organisationseinheiten, die sich in Projektgruppen, Projektteams oder „Task Forces" zusammenfinden. Nach der Deutschen Industrienorm (DIN 69 901, 1987) sind Projekte im wesentlichen durch die Einmaligkeit der Rahmenbedingungen, spezielle Zielvorgaben, den Zeit- und Finanzrahmen, personelle Vorgaben sowie durch die spezielle Projektorganisation definiert.

Die ökonomisch geprägten Rahmenbedingungen führen zu Abweichungen von den Merkmalen pädagogischer Projekte. So werden die Ziele der Projektgruppe eindeutig vom Management (Unternehmen) oder den Geldgebern (Sozialbereich) vorgegeben. Sie beziehen sich i.d.R. auf eine einmalige begrenzte Aufgabenstellungen, die zur Bewältigung das Zusammenwirken von Mitarbeitern unterschiedlicher Organisationseinheiten erfordern. Die Projektgruppe wird aus Experten und Führungskräften gebildet, die zur Lösung des entsprechenden Problems aufgrund der vermuteten Sachkompetenz ausgewählt wurden. Intentional geht es um effiziente Problemlösung oder auch Auftragsbearbeitung (-forschung) durch Mitglieder des mittleren und/oder oberen Managements (ggf. durch externe Experten ergänzt), keinesfalls um die Einbeziehung möglichst vieler Mitarbeiter in innerbetriebliche Problemlösungsprozesse (Bungard u.a. 1993: 390f). Projektbezogenes Bildungsmanagement beinhaltet professionelles pädagogisches Handeln unter der Maßgabe der Einmaligkeit, der zeitlichen Befristung und finanziellen Begrenzung (Rogge 2000: 140)."


Quelle:



5.4 Projektmanagement

** http://sowi-online.de/praxis/methode/projektunterricht_projektstudium_projektmanagement.html


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Projektunterricht (sowi-online Projektunterricht – Projektstudium – Projektmanagement)





3.



"Denken im so verstandenen Sinne heißt nach etwas Unbekanntem zu fragen, zu suchen, es forschend zu betrachten oder zu erkunden. 

Dabei sei eigenes Forschen jedoch keinesfalls ein Privileg von Forschern oder Studierenden.

Vielmehr sei alles Denken Forschung und alle Forschung die eigene Leistung des Durchführenden, selbst wenn der Forschungsgegenstand „bereits der übrigen Welt restlos und zweifelsfrei bekannt" sei (Dewey 2000: 198).

Diese Merkmale des Denkens überträgt Dewey als „Methode der bildenden Erfahrung" auf den Unterricht. Bereits das in den 90-er Jahren des 19. Jahrhunderts für seine Chicagoer Laborschule entworfene Unterrichtskonzept „active and social occupations" enthielt eine denktheoretisch fundierte „Methode des Projizierens" (Knoll 1984: 664). Deweys „learning by doing" konstituiert sich aus folgenden Anforderungen:


"1. dass der Schüler eine wirkliche, für den Erwerb von Erfahrungen geeignete Sachlage vor sich hat - dass eine zusammenhängende Tätigkeit vorhanden ist, an der er um ihrer selbst willen interessiert ist;


2. dass in dieser Sachlage ein echtes Problem erwächst und damit eine Anregung zum Denken;


3. dass er das nötige Wissen besitzt und die notwendigen Beobachtungen anstellt, um das Problem zu behandeln;


4. dass er auf mögliche Lösungen verfällt und verpflichtet ist, sie in geordneter Weise zu entwickeln;


5. dass er die Möglichkeit und die Gelegenheit hat, seine Gedanken durch praktische Anwendungen zu erproben, ihren Sinn zu klären und ihren Wert selbständig zu entdecken" (Dewey 2000: 218)."





Quelle:

3.1 John Dewey und die Pädagogik des Pragmatismus,

http://sowi-online.de/praxis/methode/projektunterricht_projektstudium_projektmanagement.html







"Denken konstituiert sich als das mit Erfahrungen zusammenwirkende absichtliche Bemühen der Verknüpfung von Handlungen und Handlungsfolgen. Fehlt diese Verknüpfung, werden Handlungen zufällig und planlos.


Erzieherisch wertvolle Erfahrungen führen hingegen über die denkende Verknüpfungen von Handlungen und deren Folgen zu neuen und verbesserten Anschlusshandlungen. Deshalb besitzen sie einen innovativen Charakter.

Darüber hinaus bilden die in Rahmen der Bewältigung von Situationen erworbene Fähigkeiten und Fertigkeiten Instrumente des wirksamen Verstehens und Behandelns nachfolgender Situationen, sie sind transferierbar. 

Demzufolge dürften Lehr-/Lernprozesse nicht nur auf eine "Diät aus vorverdauten Stoffen" reduziert werden (Dewey 1963: 58).

Vielmehr müssten Erfahrungen vermittelt werden, die wiederum neue Erfahrungen ermöglichten (ebd. S. 40). Die Kunst des Unterrichtens bestehe zum großen Teil darin, im Rahmen des permanenten situations- und handlungsbezogenen Prozesses der Vermittlung "denkender Erfahrung" Anregung und Unterstützung zu geben. 



Dabei seien die neuen Problemstellungen ausreichend groß zu machen, so dass sie das Denken anregten, 

sie aber wiederum so klein zu halten, dass sie die Lernenden nicht überfordern (Dewey 2000: 209f)."





Quelle:



3.1 John Dewey und die Pädagogik des Pragmatismus

http://sowi-online.de/praxis/methode/projektunterricht_projektstudium_projektmanagement.html


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Projektunterricht (sowi-online Projektunterricht – Projektstudium – Projektmanagement)





- versus -






"Digitalisierung: Erst denken, dann klicken

Es reicht nicht aus, dass Schüler eine Programmiersprache lernen. Sie müssen verstehen, wie die Arbeitswelt der digitalen Gesellschaft funktioniert, sagt der Informatiker Arno Rolf."

"der digitalen" ?!
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Kommentar von

joaber

#12


"Sie müssen verstehen, wie die Arbeitswelt der digitalen Gesellschaft funktioniert, sagt der Informatiker Arno Rolf"

Mit Verlaub - aber ein +Informatiker+ ist Herr Rolf nicht. Ein Politologe, der mit seinen Ausführungen über den Zusammenhang zwischen Gesellschaft und Informatik in einem Informatik-Fachbereich gearbeitet hat.

Und das merkt man seinen - sehr sozialwissenschaftlich geprägten - Ausführungen auch an, sowas wie "dekonstruieren, neu synthetisieren und in einen Kontext einfügen".

Eine Katze, die sich im Zoo in einen Affenkäfig verirrt hat, würde ich ja auch nicht als Affe bezeichnen."





http://www.zeit.de/2015/51/digitalisierung-informatik-programmieren-schule-arbeit?page=3#comments





4.



"
Das Lernbüro - ein Unterrichtsmodell der Arbeitslehre

Albrecht E. Hartwig und Günter Reuel




1 Einleitung

2 Ökonomische Bildung - aber wie?

3 Das Lernbüro

4 Die Inhalte der Lernbüroarbeit im Überblick

5 Lernbüro Volt & Watt (Erfahrungsbericht)

6 Fazit

Literatur



Das Lernbüro, die Scheinfirma, das Übungskontor sind weitgehend synonym gebrauchte Bezeichnungen für etwas, das sich zur Klasse der simulativen Lehr- und Lernverfahren rechnet (vergl. Kaiser 1991, Söltenfuß 1983, Wascher 1984).

Simulation ist immer die zweitbeste Lösung in der Pädagogik.

Sich in das wirkliche Leben einzumischen, ist jeder Simulation allemal überlegen. (Daß dies pädagogisch angeleitet und im Nachhinein reflektiert zu geschehen habe, versteht sich von selbst.) 


Leider ist die Ausgliederung des Schulsystems aus anderen gesellschaftlichen Bereichen nicht nur als Fortschritt zu verbuchen. Fast alles, was heute in der Schule passiert, ist im weitesten Sinne Simulation. 



Das Parlieren in einer Fremdsprache ist es, weil kein Fremdsprachler anwesend ist. 

Die Berechnung der Kirchturmhöhe mit der Sinusfunktion ist Simulation, weil unten an der Kirche die Höhe des Turmes nicht angeschrieben steht.

Der mit dem Textverarbeitungsprogramm geschriebene Brief auf dem Computer ist Simulation, weil er nie abgeschickt wird. 

Medien, darauf haben wir an anderer Stelle hingewiesen (Reuel 1994), sind stets nur Surrogate der Wirklichkeit. 

Das gilt für den ausgestopften Buntspecht genauso wie für den virtuellen Louvre-Besuch. (Das Multimediapaket "Louvre" erhielt jüngst den Bildungssoftware-Preis) 



In vielen Fällen müssen wir auf Medien und simulative Verfahren zurückgreifen, leider tut es die Schule viel zu oft und ohne Not. 

Ein Blick in das Schulgebäude erklärt alles. Wo ist der Schulgarten, die Kleintierzucht, wo sind die Werkstätten, das kleine Windkraftwerk, die Druckerei der Getränkekiosk? In zu vielen Schulen - nicht in allen - außer Klassenzimmer: nichts!
" *





* Quelle:

http://sowi-online.de/praxis/methode/lernbuero_ein_unterrichtsmodell_arbeitslehre.html







Zu:



https://www.bilanz.de/management/versagen-unternehmerausbildung

ein Kommentar von


"
JK13

Ich habe seit 1987 jedes Jahr ausgebildet und bin dafür desöfteren als jemand, der billige Arbeitskräfte ausbeutet, verschrieen worden.

Nun bilde ich nicht mehr aus, einerseits, weil sich nur noch sehr wenige Azubis bewerben, andererseits hat sich die Qualität der Azubis deutlich verschlechtert;
viele sind unzuverlässig und nicht belastbar.

Vor allem aber ist die Ausbildung völlig verschult, im ersten Lehrjahr ist ein Azubi nur noch drei Tage in der Praxis und die Kosten sind inzwischen so hoch, dass es sich nicht mehr lohnt, Azubis einzustellen.

....... aber diese Sicht der Dinge will ja niemand wahrnehmen .................

Früher waren zwei Ausbildungsjahre mit einen halben Berufsschultag pro Woche ausreichend.
Diese heute langjährig mit viel Berufserfahrung beschäftigen Mitarbeiterinnen sind extrem qualifiziert und engagiert.
"





Zu:



"Bullshit Royal - Warum Sie mit Methoden nur scheitern können

von Lars Vollmer

»Ja stimmt, da habe ich mich erst letztens mit einem Manager unterhalten. Die haben in ihrem Unternehmen eine super Methode, um Probleme zu lösen. Das können wir bei uns auch einführen.«

http://larsvollmer.com/bullshit-royal-%ef%bc%8d-warum-sie-mit-methoden-nur-scheitern-koennen/





Zu:



Wie Checklistendenken Konflikte im Projekt entstehen lässt


http://projektgeschichten.blogspot.de/2015/12/wie-checklistendenken-konflikte-im.html






Zu:


Was macht ein gutes Projektteam aus?



Beispiel 1: Ein Internet-Projekt in der Medienbranche

von Dr. Matthias Eberspächer

https://www.projektmagazin.de/projektteam







Zu:



Vom Wissen zum Können: 10 Thesen für dynamikrobuste Projekte


http://pm-blog.com/2015/10/26/vom-wissen-zum-koennen-10-thesen-fuer-dynamikrobuste-projekte/








Ergänzung zum „Learning by Doing“ bzw.  „learning bei dewey-ing“ :



"Deweys Demokratieverständnis ist im sozialen Humanismus verwurzelt, der von der Selbst- und Mitbestimmung der Einzelnen ausgeht."

https://de.m.wikipedia.org/wiki/John_Dewey






"Aristoteles sagt hier nicht einfach: wir lernen etwas durch Tun, also durch Versuch und Irrtum, durch bloßes Hantieren, Experimentieren und Manipulieren, sondern er sagt, wir müssen zunächst die notwendigen Kenntnisse und Techniken erwerben und einüben, dann können wir sie kompetent, kreativ und kritisch in konkreten Vorhaben erweitern und ausbauen, damit wir zu Meistern unseres Fachs werden. Lernen durch Tun heißt dann: aufbauend auf Orientierungs- und Basiswissen, sind wir in der Lage, durch reflektiertes Handeln unser Reservoir an Fertigkeiten und Fähigkeiten beständig zu verbreitern und zu vergrößern. Festzuhalten ist, dass Aristoteles hier in der Tat die Position eines Lernens durch Handeln vertritt. Auffällig ist jedoch, dass seine Bemerkung oft verkürzt als ein Lernen ohne Belehrung verstanden und wird. Vor allem englischsprachige Theologen und Philosophen berufen sich auf Aristoteles' Satz, seit neuestem gelegentlich auch deutschsprachige Erlebnispädagogen und Managementtheoretiker, um ihr jeweiliges Konzept des »learning by doing« aufzuwerten und zu legitimieren."

http://www.mi-knoll.de/128401.html
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Learning_by_Doing





Oder:

Warum sind wir so modern? - Welche Einflüsse unser Denken prägten

"Das heute vorherrschende Denken in unserer Gesellschaft wurde durch verschiedene einflussreiche Köpfe der vergangenen 150 Jahre entscheidend geprägt. Beispielsweise Charles Darwin, Karl Marx, Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud. Ein Blick in das Leben und Denken dieser Menschen lässt Zweifel aufkommen, ob wir uns wirklich von den richtigen Gedanken und Ideen haben führen lassen. Haben wir unsere Gesellschaft auf Sand gebaut? Gibt es ein solides Fundament für unser Leben?"


http://www.glauben-durch-hoeren.de/audio-liebi.html





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IMPRESSUM I IMPRESSUM II  DATEN : SCHUTZ UND ERKLAERUNG WEITERER HINWEIS

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